Samstag, 29. Juni 2019

Schottland ruft in "Hamish ist reif für die Insel" von M.C. Beaton

Als ich ein halbes Jahr in London gelebt habe, war mein erster Gang (noch am Anreisetag) in die Bücherei meines Stadtteils. Dort trat ich dann nicht nur dem Buchclub bei, sondern habe auch regelmäßig neuen Lesestoff ausgeliehen. Durch Zufall ist mir damals ein Buch von M.C. Beaton in die Hände gefallen - und ich war geködert. Ihre Cosy-Krimis haben mir immer gut gefallen, sie waren perfekt für Zwischendurch und das Englisch war gut verständlich.

Umso mehr hat es mich gefreut, dass ihre Bücher nun auch hier in Deutschland erhältlich sind. Bastei Lübbe verlegt ihre "Hamish Macbeth"-Reihe, in der ein schottischer Protagonist die Hauptrolle spielt.

Ende Mai erschien "Hamish ist reif für die Insel". Es ist als Taschenbuch und ebook erhältlich.



Worum geht's?


Eigentlich will Hamish nur seinen Schnupfen auskurieren, als er die Einladung in ein Wellnesshotel auf der schottischen Insel Eileencraig annimmt. Seine Gastgeberin Jane dagegen bangt um ihr Leben und hofft, dass Hamish sie vor allem Arg beschützen kann. Kaum ist er da, gibt es tatsächlich eine Leiche. Allerdings musste nicht Jane ihr Leben lassen, sondern die schrecklich arrogante Heather. Verdächtige für die Tat gibt's unter der exklusiven Gästeschar genug – denn auch in der High Society tun sich erschreckende Abgründe auf. Einziges Problem für den schottischen Dorfpolizisten: Alle haben ein wasserdichtes Alibi ... (Quelle: Bastei Lübbe)

Hamish ermittelt wieder...


Am Anfang war es für mich etwas komisch, dass das Buch auf Deutsch war, weil ich bisher nur die englischen Originale von M.C. Beaton gelesen habe. Aber ich habe mich schnell eingefunden. Auch wenn es sich hier um eine Buchreihe handelt, kann man jederzeit einsteigen, denn die Fälle des Polizisten Hamish Macbeth sind alle in sich abgeschlossen.

Gut gefallen hat mir der Protagonist: Der schottische Ermittler ist eiserner Junggeselle und ein notorischer Sparer. Aber wenn es um Kriminalfälle und vor allem Morde geht, hat er ein feines Gespür, ist hartnäckig und lässt sich durch nichts aufhalten.

Diesmal wird der Leser auf die Insel Eileencraig entführt, dort besucht Hamish ein Wellnesshotel - aber nicht um sich zu erholen, sondern weil sich die Besitzerin bedroht wird. Die Autorin hat es hier sehr gut geschafft, die schrulligen Inselbewohner vorzustellen und auch die Hotelgäste haben ihre Eigenheiten. Das fand ich witzig und hat mich öfter zum Schmunzeln gebracht.

Im ersten Teil ist die Spannung allerdings nicht so hoch. Hier steht die Unterhaltung des Lesers im Vordergrund. So wirklich in Fahrt kommt Hamish nämlich erst, als ein Mord passiert. Hier darf man dann auch miträtseln. Die Autorin legt einige falsche Spuren, aber geübte Krimileser werden nicht auf alle hereinfallen. Trotzdem konnte mich das Ende überraschen, denn es war dann doch nicht alles so, wie es anfangs schien.

Wer einen gemütlichen Cosy-Krimi lesen möchte, der macht hier nichts falsch. Trotzdem hätte es für mich noch ein bisschen spannender sein dürfen. Von mir gibt es 4 Sterne!

Eure

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