Freitag, 10. August 2018

Verrücktes Wetter in "Sturm" von Uwe Laub

Gestern hat es hier in Frankfurt so gestürmt, dass der Flughafen geschlossen wurde und auch mein Freund mit der Bahn im Bahnhof festhing, weil nichts mehr ging.

Genau das passende Wetter, um das neue Buch von Uwe Laub, "Sturm", zu lesen - denn auch hier spielt das Wetter verrückt.

Erschienen ist das Buch Mitte Februar bei Heyne. Es ist als Paperback, ebook und Hörbuch erhältlich.

Worum geht's?


"Weltweit häufen sich scheinbar unerklärliche Wetterphänomene. Australien: Extreme Wasserverdampfung bringt Ökosysteme zum Einsturz. Sibirien: Nach einem signifikanten Temperaturanstieg taut der Permafrostboden. Gebäude sacken zusammen, Straßen und Städte werden zerstört. Deutschland: Das Olympiastadion in Berlin wird von einem Tornado verwüstet, in weiten Teilen Hannovers wüten Hagelstürme. Zahllose Tote und Verletzte werden geborgen, die Nation ist im Schockzustand. Es beginnt der Kampf gegen einen Feind, der uns alle umgibt …" (Klappentext)


Das Wetter spielt verrückt...


Wie der Klappentext schon verrät, geht es in dem Buch um unerklärliche Wetterphänomene. Dabei steht nicht nur Deutschland im Fokus, sondern überall in der Welt spielt das Wetter verrückt, ohne dass sich die Meteorologen das erklären können.

Das Erschreckende daran ist, dass Uwe Laub seinen Plot in der Realität ansiedelt. Es könnte genau so passieren: Auf einmal Hagelstürme oder extreme Temperaturanstiege. Und wenn man sich die Hitze der letzten Tage oder die Unwetter gestern anschaut, dann erscheint es erschreckend realistisch, was man liest.

Allerdings gibt es hier eine Erklärung, denn Wettermanipulation scheint tatsächlich möglich zu sein. Immer wieder werden hier Fakten über Versuche eingestreut, die tatsächlich schon von Regierungen oder dem Militär durchgeführt wurden. Das hat die Story sehr greifbar gemacht und auch glaubwürdig, auch wenn ich hoffe, dass es nie Realität wird.

Denn was dann passieren kann, macht den Kern der Geschichte und auch die Spannung aus: Das Wetter wird als Waffe eingesetzt und man scheint machtlos zu sein. Hier kommen dann die Protagonisten ins Spiel: Daniel Bender ist Meteorologe und beobachtet schon länger, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zu geht. Zufällig mit in die Geschichte hineingezogen wird Laura, die zur falschen Zeit am falschen Ort ist. Die Beiden stellen sich dem Kampf des Wetters und versuchen, das Schlimmste zu verhindern.

Vor allem Daniel Bender fand ich einen unheimlich tollen Protagonisten, dem man angemerkt hat, dass er sein eigenes Wohl hinter das der Allgemeinheit stellt. Laura war okay, aber ich konnte ihr Verhalten nicht immer nachvollziehen. Zusammen waren sie aber ein Duo, dass man bei ihrem Abenteuer gern begleitet hat.

Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Vor allem weil es so realistisch rüber kam und man gemerkt hat, dass sich der Autor viel mit dem Thema Wettermanipulation beschäftigt hat. An Spannung hat es nicht gefehlt und es war nie langatmig.

Deswegen gebe ich dem Buch 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung für alle, die diese Art von Thriller mögen!

Eure


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