Samstag, 11. August 2018

Nie wieder schlafen in "Das Morpheus-Gen" von Tibor Rhode

Ich durfte mal wieder bei einer Leserunde der Lesejury teilnehmen. Ich liebe den Austausch mit anderen Lesern, auch wenn er diesmal aufgrund meines Umzugs etwas weniger intensiv ausfiel - ich war einfach weniger am PC.

Nichtsdestotrotz habe ich mich sehr über "Das Morpheus-Gen" von Tibor Rhode gefreut. Das Buch ist Ende Juli bei Bastei Lübbe erschienen und als Paperback sowie ebook erhältlich. Der Verlag spricht eine Altersempfehlung aus. Leser unter 16 Jahren sollten das Buch nicht in die Hand nehmen.

Mir kam der Name des Autors total bekannt vor und dann habe ich mich gewundert, warum ich bei meinen Rezis noch nichts von ihm finde, bis die Erkenntnis kam: Ich habe noch "Das Mona Lisa Virus" auf meinem SuB - aber eben genau da und noch nicht gelesen... Das werde ich schnellstens nachholen.

Worum geht's?


"Für den New Yorker Anwalt David Berger gerät die Welt aus den Fugen: Seit Nächten kann er nicht schlafen, sondern bleibt rund um die Uhr wach. Kurz darauf werden seine Freundin und sein bester Freund ermordet, und für die Polizei steht fest, dass er der Täter ist. Unterstützung auf der Flucht erhält David von der Archäologin Nina, die aus unbekannten Gründen seine Nähe sucht. David wird bald klar: Das, was ihm bislang den Schlaf geraubt hat, kann ihn das Leben kosten. Er ahnt nicht, dass sich hinter seiner plötzlichen Schlaflosigkeit eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Menschheit verbirgt ..." (Klappentext)

Nie wieder schlafen...


Schlaflosigkeit ist ein Phänomen, das wahrscheinlich jeder schon mal erlebt hat. Allerdings ist es beim Protagonisten David Berger extrem: Denn auf einmal kann er gar nicht mehr schlafen, muss es aber auch nicht, denn Müdigkeit verspürt er nicht. 

Auf einmal wird er aber wegen Mordes gesucht, bekommt Hinweise zu seinem Vater, der bei einem Unfall verunglückt ist und alles scheint anders zu sein, als es auf den ersten Blick scheint.

Der Leser wird auf Daniels Suche nach den Hintergründen mitgenommen, was sehr spannend ist. Denn auch wir erfahren nur häppchenweise, was alles hinter den Geschehnissen steckt. Es bleibt also viel Raum zum Miträtseln. 

Auch die unterschiedlichen Personen, die auf Daniels Weg auftauchen, lassen sich nur schwer einordnen. Kann man ihnen trauen oder nicht? Ich war mir da auch manchmal nicht so sicher und habe mit Daniel mitgezittert.

Gut gefallen hat mir, dass es auch immer wieder Sprünge in die Vergangenheit gab - auch sehr weit zurück. Diese konnte man erst nicht richtig einordnen, aber zum Schluss ergab sich daraus ein sehr schlüssiges Gesamtbild. Außerdem wurde die Handlung so noch vielschichtiger als es auf den ersten Blick ersichtlich war - das finde ich immer super.

Das Ende konnte mich leider nicht ganz überzeugen. Es wurde zwar alles aufgeklärt und es hat Sinn gemacht, allerdings gab es einen Versuch, den Leser nochmal in die Irre zu führen, der mir etwas zu platt war - ich habe es gleich durchschaut und wurde so nicht überrascht. Außerdem ging am Ende alles sehr schnell, sodass es auf mich ein wenig konstruiert gewirkt hat.

Insgesamt war das Buch aber spannend und ich hatte Spaß beim Lesen. Deswegen gibt es von mir 4 Sterne!

Eure

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