Samstag, 21. Juli 2018

Ewige Liebe in "Muss es denn gleich für immer sein?" von Sophie Kinsella

Sophie Kinsella ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Vor allem die Reihe rund um die Schnäppchenjägerin finde ich so toll, dass ich sie eigentlich mal wieder lesen könnte.

Außerdem ist die Autorin einfach total sympathisch. Vor etwas über zwei Jahren durfte ich sie auf einer Lesung kennenlernen. Sie hat sich damals richtig viel Zeit für ihre Fans genommen und natürlich auch eins meiner Bücher signiert. (Hier könnt ihr meinen Bericht über die Lesung nochmal anschauen.)

"Muss es denn gleich für immer sein?" ist ihr neustes Buch. Es ist erst vor einigen Tagen im Goldmann Verlag erschienen und wurde von mir schon sehnsüchtig erwartet. Es ist als Taschenbuch, ebook und Hörbuch erhältlich.



Worum geht's?


"Sylvie und Dan sind seit zehn Jahren zusammen. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan ..." (Klappentext)

Noch 68 Jahre...


Der Einstieg in das Buch ist schon mal sehr gelungen. Man begegnet nämlich nicht einer Single-Frau, die den Mann ihres Lebens trifft, sondern Sylvie, die ihren Traummann schon gefunden hat. Bei einem Routine-Check beim Arzt werden den beiden gute Voraussetzungen für ein langes Leben vorausgesagt. Das bedeutet: Noch ca. 68 gemeinsame Jahre. Und was sich erstmal richtig toll anhört, bringt die Beiden zum Nachdenken...

Die Geschichte von Sylvie und Dan kann man nicht mit den Shopaholic-Büchern vergleichen. Sie ist irgendwie erwachsener. Zwar gibt es auch hier einige witzige und schrullige Passagen, vor allem wenn es um Sylvies Job und ihre Chefin geht, doch geht es auch ernst zu. Sylvie muss nämlich nicht nur ihren Arbeitsplatz, ein kleinen privates Museum in London, sondern auf den ersten Blick auch ihre Ehe retten.

Sehr gut gefallen hat mir, dass alles sehr realistisch und nicht übertrieben war. Man merkt zwar, dass die Protagonistin ein bisschen in einer Blase lebt, aber trotzdem erlebt man den Alltag einer Zwillingsmama sehr gut mit. Außerdem wird gezeigt, dass es in jeder Familie Probleme geben kann - dass man aber oft einfach nicht darüber spricht. Während des Lesens habe ich mir viele Gedanken darüber gemacht, warum man oft nicht so handelt wie man eigentlich möchte, nur weil man Angst hat, was andere von einem Denken. Denn darum geht es, neben den Pannen und witzigen Verstrickungen, eben auch.

Die Sprache war kinsella-typisch locker, leicht und spitzig. Man fliegt nur so über die Seiten, die vielen Dialoge machen das Buch sehr lebendig. Die Kapitel waren zwar relativ lang, aber es gab Absätze, bei denen man mal eine Pause machen konnte, ohne dass der Wiedereinstieg schwer fiel. Ein Pluspunkt!

Der etwas ernstere Kinsella hat mir wirklich sehr gut gefallen. Man konnte lachen, ohne dass es zu albern war, aber eben auch nachdenken. Die sehr starke Protagonistin Sylvie war einfach toll - man muss sie einfach lieben.

Insgesamt habe ich das Buch verschlungen. Deswegen gibt es von mir 5 Sterne!

Eure

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