Freitag, 29. Dezember 2017

Fragen über Fragen in "Aus dem Dunkel" von Leonie Haubrich

Auf der Facebook-Krimiwoche im letzten Jahr habe ich Heike Fröhling alias Leonie Haubrich kennengelernt.

Die Autorin schreibt nicht nur Romane, sondern unter ihrem Pseudonym auch Thriller. Ich durfte bereits "Je schwärzer die Nacht" und "Was du nicht siehst" lesen und habe Gefallen an den außergewöhnlichen Plots und dem angenehmen Schreibstil gefunden.

Deshalb habe ich mich umso mehr gefreut, dass ich mir die Weihnachtsfeiertage mit ihrem neusten Werk "Aus dem Dunkel" versüßen durfte. Vielen Dank an dieser Stelle für das Vorab-Exemplar!

Das Buch ist als Taschenbuch und ebook momentan exklusiv auf Amazon zu bekommen.



Worum geht's? 


"Ein Blutbad in einem abgelegenen Kloster. Zwei verschwundene Töchter. Und eine Mutter, die niemals aufhört zu kämpfen.
Wenn die jahrelang verschollene Tochter plötzlich ohne Erklärung mit einem Baby vor der Haustür steht –
Jetzt hält Annegret einen Säugling im Arm und Riccarda ist wieder weg. Als einige Tage später Riccardas Kleidungsstücke auf einer Rheinbrücke gefunden werden, geht die Polizei von einem Suizid aus. Annegret gibt nicht auf. Gemeinsam mit Kommissar Steffen Noack, dessen Tochter ebenfalls verschwunden ist, begibt sie sich auf die Suche. Doch je tiefer Annegret in Riccardas Geheimnis eindringt, desto mehr fürchtet sie sich vor der Wahrheit …" (Quelle: Heike Fröhling)


Wo ist Riccarda?


Im Mittelpunkt des Buches stehen eigentlich zwei personen: Annegret und ihre verschwundene Tochter Riccarda. Trotzdem erleben wir die beiden Protagonistinnen kaum miteinander, denn die Tochter ist verschwunden. Nach und nach lernt der Leser die beiden allerdings in Rückblenden besser kennen und es wird klar, wieso das Verhältnis zwischen den beiden nicht sehr gut ist. Ich fand es ziemlich erschreckend, dass sich Mutter und Tochter so auseinander entwickeln können, aber es war sehr realistisch und nachvollziehbar erzählt.

Neben den Rückblenden spielt ein Großteil des Thrillers in der Gegenwart. Riccarda taucht plötzlich mit einem Baby auf und verschwindet wieder. Was zuerst Fragen aufwirft, wird nach und nach schlüssig. Man begleitet nämlich zum einen Riccarda, zum anderen aber auch die verzweifelte Mutter, die auf einmal mit einem Baby dasteht.

Der Plot war einfach unheimlich spannend, nicht nur durch die unterschiedlichen Perspektiven und die Rückblenden, die immer wieder kleine Cliffhanger verursacht haben. Eigentlich wollte ich das Buch nur anlesen, konnte es dann aber einfach nicht aus der Hand legen und habe es in einem Rutsch und einer Nacht durchgelesen. Gänsehaut verursacht hat bei mir vor allem, dass es so real erschien. Zwar fand ich die Morde im Kloster ganz schön heftig, aber das ganze Drumherum erschien so echt, dass es auch im echten Leben passieren könnte. Dadurch war der Thriller nicht zu überladen oder übertrieben, wie man es vor allem von den amerikanischen Büchern dieses Genre kennt.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, es gibt viele Dialoge, die das Buch lebendig machen, aber genauso auch stille Passagen, in denen der Leser die Gedanken der Protagonistinnen hautnah miterlebt. Typisch Leonie Haubrich.

Insgesamt hat mir der Plot an sich sehr gut gefallen, das Buch hat mich gefesselt und ich würde das Buch jedem weiterempfehlen, der gerne durchdachte Thriller liest. Von mir gibt es 5 Sterne!

Eure









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Zum Buch: Aus dem Dunkel
Zur Autorin: Heike Fröhling/Leonie Haubrich
Das Buch auf Amazon

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