Montag, 4. Dezember 2017

Daria Storms neuster Fall in "Der Schleicher" von Nadine d'Arachart und Sarah Wedler

Die beiden Autorinnen Nadine d'Arachart und Sarah Wedler habe ich über Facebook kennengelernt. Ich finde es immer besonders schön, wenn man einen persönlichen Kontakt zu einem Autor aufbaut. Dann liest man das Buch nochmal mit anderen Augen, weil man weiß, welche Person hinter den Ideen steckt. Und ganz ehrlich, wenn man die Profilfotos der Mädels anschaut, bestätigt sich, dass stille Wasser tief sind :) Denn blutig sind ihre Werke auf jeden Fall.

Nach dem "Schinder" und dem "Scharfrichter" ermittelt in "Der Schinder" Daria Storm in ihrem dritten großen Fall. Da die Fälle abgeschlossen sind, kann man den dritten Teil auch ohne Vorwissen lesen.

Ihr bekommt das Buch und seine Vorgänger auf amazon als ebook.

Vielen Dank für das Leseexemplar!


Worum geht's?


"Ein Mann verstümmelt sich selbst im Drogenwahn. Eine Frau verbrennt in einer Kühlkammer. Immer mehr bizarre Todesfälle häufen sich in ganz Deutschland. Handelt es sich dabei um Unglücke? Oder stimmt, was im Internet spekuliert wird, und es steckt ein Killer dahinter? Dort glaubt man längst an den Schleicher, einen Serienmörder, der seine Taten als groteske Unfälle tarnt. Daria Storm und ihr Team werden auf ihn angesetzt. Sie nimmt die Herausforderung an, obwohl sie mit anderen Dingen zu kämpfen hat: mit den Schatten der Vergangenheit. Mit einem alten Bekannten, der auf der Flucht ist. Und mit dem Verdacht, dass sich ein Verräter in ihren eigenen Reihen befindet. Wird sie den Schleicher bezwingen? Oder wird sie zum Opfer ihrer wachsenden Paranoia?" (Quelle: amazon)


Wer steckt hinter den "Unfällen"?


Es ist schon eine Weile her, dass ich die anderen Teile rund um Daria Storm gelesen habe. Trotzdem kam ich sofort wieder in das Buch hinein. Das lag auch daran, dass alle wichtigen Personen bereits am Anfang nochmal eingeführt werden, sodass man den Thriller auch versteht, wenn man die ersten zwei Fälle nicht kennt.

Es fängt dann auch sofort blutig an. Im Prolog wird ein grausamer Mord geschildert und wir lernen den Schleicher erstmals kennen. Dieser Serienkiller mordet, lässt es aber wie unglückliche Unfälle aussehen. Er wird zwar sofort enttarnt, wir erfahren aber nicht von wem. Das hat Spannung aufgebaut und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und was alles dahinter steckt. Schließlich wäre das Buch zu kurz gewesen, wenn jetzt schon alles vorbei gewesen wäre :D

Obwohl Daria eigentlich in Berlin ermittelt, wird der Schauplatz diesmal nach Usedom verlegt. Das fand ich richtig klasse, denn es hat Abwechslung in die Reihe gebracht. Leider kommt die Insel an sich etwas kurz. Es spielt sich viel in sogenannten Lost Places ab, also Ruinen etc. Das passt zur Stimmung, ein bisschen mehr Insel- bzw. Meer-Fealing hätte ich mir aber trotzdem gewünscht.

Die Protagonisten dagegen hat mir wieder sehr gut gefallen. Sie hat private Probleme, die der Beruf mich sich bringt. Diese werden jedoch nicht zu sehr in den Vordergrund gestellt. Mir hat sehr gut ihre eigene Zerrissenheit zwischen ihrer Liebe zu ihrem Kollegen Martin und ihren Träumen gefallen. Das war passend, ohne zu übertrieben zu sein - und ein bisschen kennt man das schon aus den Vorgängern. Sie zeigt sich nicht nur von ihrer starken, sondern auch von ihrer verletzlichen Seite. Die Mischung ist gut gelungen.

Spannung darf natürlich auch nicht fehlen: Die bringt alleine die Wiederbegegnung mit dem Schinder, der aus den Daria-Storm-Thrillern ja nicht mehr wegzudenken ist. Obwohl man sehr schnell weiß, wer hinter dem Schleicher steckt, bleibt die Spannung bis zu letzt erhalten. Am Ende spitzt sich alles noch einmal zu. Hier wusste ich gar nicht mehr, was ich glauben oder wem ich vertrauen soll. Ich war nur noch hin- und hergerissen und habe richtig mitgefiebert. Auch wenn mich das Ende dann nicht komplett überrascht hat, war ich doch sehr zufrieden. Außerdem klingt es ein bisschen nach Fortsetzung. Ich denke, wir dürfen uns auf einen nächsten Fall für Daria freuen :)

Insgesamt hat mir der Thriller sehr gut gefallen. Er war spannend, abwechslungsreich und blutig. Allerdings muss ich zugeben, dass mich der Schinder noch etwas mehr fasziniert hat - deswegen gibt es für den Schleicher 4 Sterne.

Eure







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Zum Buch: Der Schleicher (bei amazon)
Zu den Autorinnen:  Nadine d'Arachart und Sarah Wedler (facebook)

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