Freitag, 3. April 2020

Tot und am Leben in "Tot bist du perfekt" von JP Delaney

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich nur noch Thriller lese. Das merke ich auch, wenn ich einen Blick in mein Bücherregal werfe - die meisten Buchrücken sind eher dunkel und nicht gerade mit fröhlichen Farben ausgestattet. Aber was soll ich sagen, ich mag einfach die Spannung und den Nervenkitzel.

Heute habe ich "Tot bist du perfekt" von JP Delaney beendet. Den Autor kennt man vor allem durch das Buch "The Girl before". Außerdem habe ich von ihm bereits "Believe me" gelesen. Jetzt war ich gespannt, was mich in seinem neusten Werk erwartet. Der Klappentext klang schon mal vielversprechend.

Erschienen ist das Buch Anfang März bei Penguin.



Worum geht's?


"Du schlägst die Augen auf und etwas stimmt nicht. Du weißt nicht, was dir passiert ist. Du liegst in einem fremden Bett. In einem Krankenhaus. Neben dir steht dein Mann Tim, ein erfolgreicher Unternehmer. Er hat Tränen in den Augen, weil du – seine geliebte, perfekte Frau – am Leben bist. Du denkst, du hättest einen schweren Unfall gehabt. Doch dann sagt Tim: Wir haben jahrelang daran gearbeitet, dass ich dich wiederbekommen konnte …

Du entdeckst dein Leben wie mit fremden Augen. Du ahnst Gefahr, aber du weißt nicht, wo genau sie lauert. Du weißt nur: Du musst wachsam sein. Denn irgendwo in deinem schönen Haus, bei deinen Liebsten liegt der Grund dafür – der Grund, warum du vor Jahren gestorben bist." (Klappentext Penguin)

Tot und doch am Leben...


Ja, man braucht schon ein bisschen Fantasie, denn ein normaler Thriller ist dieses Buch definitiv nicht. Die Protagonistin ist nämlich eigentlich ist, aber dann doch wieder nicht. Wie das sein kann, kann ich leider nicht verraten ohne zu spoilern. Man muss sich schon darauf einlassen und ich gebe zu, dass ich es am Anfang auch etwas befremdlich fand - aber es ist ein neuer Ansatz, den man so nicht kennt.

Geschrieben ist das Buch aus Sicht der Protagonistin, allerdings spricht sie von sich selbst immer als "du", also zum Beispiel "Du schüttelst den Kopf". Auch das war anfangs ungewöhnlich, aber man kommt sehr schnell rein und es hat mir dann ganz gut gefallen, weil ich mir etwas vorkam wie in einem Kinofilm, bei der man die Regieanweisungen mitbekommt. Dann gibt es immer wieder Rückblenden, die erzählen, wie es vor dem Tod der Protagonistin war. Diese wurden aus der Sicht eines Angestellten verfasst, der in der Firma des Ehemanns arbeitet. Auch das fand ich gelungen, da so nach und nach Licht ins Dunkle kam, wie es überhaupt zu der gegenwärtigen Situation gekommen ist.

Der Plot an sich war wie gesagt mal etwas anders, aber dann doch wieder nicht. Denn eigentlich geht es um eine Frau, die weiß, dass sie irgendwie nicht sicher ist, ohne die Gefahr richtig greifen zu können. Deswegen war es schon spannend, aber es gab jetzt auch keine riesigen Überraschungen.

Das Ende war dann aber etwas verwirrend. Es wird zwar aufgeklärt, aber einen Reim konnte ich mir nicht auf alles machen. Ich gebe zu, es hat mich auch danach noch ein bisschen beschäftigt. Trotzdem - oder gerade deswegen - bin ich damit aber nicht wirklich zufrieden. 

Ein richtiger Thriller war das Buch für mich nicht, aber es war spannend und ich hatte einige schöne Lesestunden. 
Von mir gibt es 4 Sterne!

Eure

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