Dienstag, 4. September 2018

Tsunami, Gift und Überleben in "Monument 14 #1" von Emmy Laybourne

Ich habe schon eine Weile keine Jugendbücher mehr gelesen, aber bald geht ja wieder die Schule los und ich bin immer auf der Suche nach Lektüren, die meine Schüler interessieren könnten. Da sind Dystopien immer geeignet, vor allem wenn Jugendliche die Hauptrolle spielen.

Eine richtige Dystopie ist "Monument 14" von Emmy Laybourne nicht, da das Buch fast in der Gegenwart spielt, aber ein Horror-Szenario zeichnet, dass die Welt auf de Kopf stellt - und auch so passieren könnte.

Ganz neu ist der erste Teil der Trilogie nicht mehr, er ist bereits 2014 bei Heyne erschienen. Das Gute ist, das bereits alle Teile erschienen sind - man kann also direkt weiterlesen. Empfohlen wird das Buch für Leser ab 14 Jahren.



Worum geht's?


"Vierzehn Jugendliche. Eine Shopping-Mall. Eine Welt, in der nichts mehr ist, wie es einmal war.

An dem Tag, als die Welt untergeht und ein Tsunami die Ostküste der USA trifft, stranden 14 Jugendliche in einem Einkaufszentrum. Schnell wird ihnen klar, dass sie völlig auf sich allein gestellt sind. Während der Strom ausfällt und die Zivilisation zusammenbricht, braut sich am Himmel etwas noch viel Furchtbareres zusammen. Eine Giftwolke aus einer nahen Chemiefabrik nähert sich dem Einkaufszentrum. Diejenigen, die die Chemikalien einatmen, verändern sich in völlig unerwarteter und beängstigender Weise. Der zurückhaltende Dean, bislang eher ein Außenseiter, muss sich mit den anderen verbünden und um sein Überleben kämpfen …" (Klappentext)


Abgeschottet von der Umwelt...


Das Szenario, dass eine Katastrophe passiert und Jugendliche von der Umwelt abgeschottet sind und selbst um ihr Überleben kämpfen müssen, ist nicht neu, aber doch immer wieder spannend. Und lange muss der Leser nicht warten, bis es passiert: Sehr schnell finden sich die Kinder in der Situation wieder, die der Klappentext schon verrät: "Gefangen" in einem Supermarkt.

Von der Außenwelt bekommen die Protagonisten und auch der Leser nur sehr wenig mit. Der erste Teil der Trilogie spielt komplett im Supermarkt. Doch auch wenn die Schülerinnen und Schüler auf diese Weise nicht direkt von der Giftwolke etc. betroffen sind, haben sie mir ihren eigenen Problemen zu kämpfen. 

Gerade die unterschiedlichen Charaktere, die nun auf begrenztem Raum miteinander auskommen müssen, wurden sehr gut gewählt. Ich denke, dass sich vor allem jugendliche Leser mit ihnen identifizieren können. Es knüpft also sehr eng an die eigene Lebenswelt an und wird dadurch erschreckend realistisch.

Die Spannung ist eher unterschwellig, denn es gibt wie gesagt keine direkten Probleme, da sie im Supermarkt in Sicherheit sind. Das hat mir aber an dieser Stelle auch noch nicht gefehlt und ich denke, dass die eigentliche Spannung in den nächsten Bänden noch gesteigert wird.

Denn das Buch endet mit einem gemeinen Cliffhanger - man will also unbedingt weiterlesen. Ich denke, ich werde die Trilogie weiterverfolgen. Von mir gibt es deswegen 4 Sterne!

Eure

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