Samstag, 20. Januar 2018

Blanvalet-SuB-Abbau #15: "Der letzte lange Sommer" von Dagmar Trodler

Eigentlich wollte ich das 15. Blanvalet-Buch noch im alten Jahr von meinem SuB befreien, aber es wurde jetzt doch 2018. Nicht so schlimm :) Ich habe zwar nicht alle subbenden Bücher geschafft, aber doch mein Ziel, einiges wegzulesen, erreicht.

Diesmal fiel meine Wahl auf "Der letzte lange Sommer" von Dagmar Trodler. Das Buch habe ich auf dem Flohmarkt mitgenommen, da mich der Untertitel "Island-Roman" gereizt hat. Dorthin möchte ich auch unbedingt noch reisen.

Erschienen ist der Roman bereits 2009 bei Blanvalet. Ich habe noch das Taschenbuch, es ist allerdings über den Handel nur noch als ebook zu bekommen.




Worum geht's?


"Die junge Lies Odenthal ist frustriert von ihrem Leben: Ihr Job ist langweilig, und ihr Freund hat sie gerade verlassen. Kurz entschlossen fasst sie sich ein Herz und reist nach Island – um dort ein Jahr auf einer Farm zu arbeiten. Doch bei der Ankunft trifft sie der Schock: Gunnarstaðir ist der einzige Hof im ganzen Tal und hat nur einen einzigen Bewohner, den alten, wortkargen Elías. Doch Lies beißt sich durch und gewöhnt sich langsam an die harte Arbeit im Schafstall, das dürftige Essen und den mürrischen Elías. Sie lernt die verzauberte Landschaft und das einfache Leben kennen und lieben, wobei ihr nicht zuletzt auch der Tierarzt Jói Magnússon hilft ..." (Quelle: blanvalet)


Auszeit mal anders...


Alles hinter sich lassen und als Haushälterin für ein Jahr nach Island gehen - das überlegt sich die Protagonistin Lies Odenthal, nachdem zu Hause einfach alles schief läuft. Der Roman entführt nicht nur sie, sondern auch den Leser in eine ganz andere Welt. Nicht nur, weil Island ein besonderes Land ist, sondern auch, weil alles anders kommt als gedacht.

Lies kommt nämlich auf einen Schafshof, auf dem man lebt wie vor 100 Jahren. Es gibt zwar Strom, aber nur einen Ölofen in der Küche, kein Telefon, kein Handynetz... Dieser Sprung hat mir total gut gefallen, vor allem weil man sich gut vorstellen kann, dass es solche versteckten Höfe, weitgehend von der Außenwelt abgeschnitten, immer noch gibt.

Die Protagonistin hat mir sehr gut gefallen. sie wächst über sich hinaus, kommt mit dem grummeligen Elias sehr gut zruecht, ohne sich von ihm unterbuttern zu lassen. Man merkt, wenn es ihr nicht gut geht, aber sie macht trotzdem weiter und schaut nur selten zurück. Als Leser habe ich mich über jedes geborene Lamm und Glücksgefühl gefreut - aber auch die Schattenseiten eines solchen Lebens werden gut beleuchtet.

Der Roman hat mich in eine wirklich ganz andere Welt entführt und die Landschaftsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Allerdings war es auch teilweise etwas langatmig, was zwar zur Stimmung passt und die Wiederholungen im Alltag gut aufzeigt, aber mir ging es teilweise einfach zu langsam.

Ein bisschen Liebe darf nicht fehlen, sie nimmt aber nicht zu viel Raum im Buch ein. Im Vordergrund steht ganz klar das Leben in Island. Überhaupt ist die Geschichte sehr sachlich erzählt. Große Gefühlsausbrüche gibt es nicht. Dadurch wirkt alles sehr ruhig.

Das Buch hat mir viel Freude beim Lesen bereitet und meine Lust auf den nächsten Urlaub geweckt. Von mir gibt es 4 Sterne!


Eure








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Zur Autorin: Dagmar Trodler
Zum Verlag: Blanvalet

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