Samstag, 17. Oktober 2020

Serienmörder in Aktion in "Blutasche" von Sage Dawkins

 


Es wurde wieder gemeinsam gelesen! In der Lesejury wurde eine Leserunde zum neuen Buch "Blutasche" von Sage Dawkins veranstaltet und ich durfte dabei sein. Auch wenn es diesmal eine Schnellleserunde war und der Austausch unter uns Lesern nicht sooo groß, hatte ich doch wieder Spaß. 

Ich wollte unbedingt dabei sein, weil mir der Vorgänger "Leichenbraut" sehr gut gefallen hat. Den habe ich im Februar gelesen - meine Meinung gibts hier.

Bei "Blutasche" handelt es sich um den dritten Teil der Stephen Lang-Reihe. Er ist Anfang Oktober bei beThrilled, der ebook-Sparte für Spannungsliteratur bei Bastei Lübbe erschienen.



Worum geht's?

"Ein nächtliches Feuer in einem abgelegenen Strandhaus in Wales. In dem Cottage wird eine verkohlte Frauenleiche gefunden, die Glieder zu allen Seiten ausgestreckt. Offenbar handelt es sich um einen Unfall, die Frau war Kettenraucherin. Doch Danica Hunter vom Ermittlungsteam für Serienmorde fällt nach einem Hinweis eines alten Bekannten auf, dass es weitere Brände gab, bei denen Frauenleichen in derselben Position gefunden wurden. Als sie und ihr Chef, Inspector Stephen Lang, tiefer graben, müssen die Ermittler schockiert feststellen, dass die Morde an diesen Frauen live ins Darknet übertragen und tausendfach geteilt wurden. Und es kommt noch schlimmer: Der Killer kündigt einen weiteren Mord an. Das nächste Opfer soll eine junge Polizeianwärterin werden - doch wer und wo? Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit ..." (Klappentext)


Wenn es brennt...

Obwohl ich bereits "Leichenbraut" gelesen habe und man die Vorgänger nicht unbedingt kennen muss, hatte ich hier anfangs leichte Schwierigkeiten, in das Buch hineinzufinden. Denn bis ich alle Personen und ihre Aufgaben wieder parat hatte, hat es doch etwas gedauert. Vor allem Jules konnte ich nicht wirklich einordnen und ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass mir hier Informationen fehlen. Das war etwas schade. Auch wie Gabriel in die Geschichte hineinpasst, war mir bis zum Schluss nicht klar. Vielleicht kann ich mich nicht mehr erinnern und es kam in Teil 2 vor, oder es war im ersten Band, den ich nicht gelesen habe.

Auch hat es etwas gedauert, bis es so richtig losging. Stephen Lang macht gerade Urlaub, das MID-Team hat eigentlich keine Fälle, denn sie ermitteln ja nur bei besonders schwerwiegenden Dingen, bei denen die normalen Ermittler nicht weiterkommen und bis es dann etwas zu ermitteln gibt, ist schon einige Zeit - und auch einige Seiten - vergangen. 

Aber das ändert sich nach den ersten 100 Seiten dann sehr schnell und ich war gefesselt. Es gibt verschiedene Tatorte, man springt immer mal wieder hin und her, was für viele kleine Cliffhanger sorgt. Richtig erschüttert haben mich die Passagen, die aus Sicht des Täters geschildert wurden. Diese gehen ganz schon unter die Haut und man muss schon einiges aushalten können, denn sie sind ganz schön brutal und unheimlich.

Was den Täter angeht, hatte ich leider schon ziemlich schnell eine Ahnung, die sich dann auch bestätigt hat. Zwar wird der Leser noch auf die ein oder andere Fährte gelockt, aber das ist teilweise so offensichtlich, dass ich nicht darauf reingefallen bin. Nichtsdestotrotz bin ich mit der Auflösung sehr zufrieden. Es hat alles Hand und Fuss und wird zum Schluss nochmal richtig rasant. 

Insgesamt wurde ich also gut unterhalten, ich empfehle aber dringend, die Vorgänger zu lesen, bevor man sich "Blutasche" widmet. Von mir gibt es 3,5 Sterne!

Eure



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