Dienstag, 31. Dezember 2019

Behalte den Durchblick in "Layers" von Ursula Poznanski

Es ist schon eine Weile her, dass ich mein letztes Buch von Ursula Poznanski gelesen habe. Egal ob ihre Thriller für Erwachsene oder ihre Jugendbücher - ich habe mich bereits auf verschiedene Genre der Autorin eingelassen. Nutzt doch einfach mal die Suchfunktion auf dem Blog, da findet ihr meine Rezensionen :)

Jetzt habe ich mir - im Rahmen von Daggis Buch-Challenge - mal wieder ein Buch von ihr geschnappt, denn mir fehlt noch die Kategorie "Ein Buch eines Autors, der irgendwo auf der Liste der meistverkauften Belletristikbücher in Deutschland auf Wikipedia zu finden ist". Es war ganz interessant, diese Liste mal durchzustöbern und ich habe einiges für meine Wunschliste entdeckt. Ursula Poznanski ist darauf auch mehrfach vertreten.

Entschieden habe ich mich dann für "Layers", weil das Buch in der Schülerbücherei gerade verfügbar war. Ich hatte es schon mal angefangen, aber nach wenigen Seiten wieder abgebrochen. Warum, weiß ich gar nicht mehr.

Mittlerweile ist das Buch schon in der dritten Auflage bei Loewe erschienen. Es wird für Leser ab 14 Jahren empfohlen.

Worum geht's?


"Dorian lebt auf der Straße und steckt so richtig in der Klemme: Er fühlt sich von der Polizei verfolgt. Unverhofft hilft ihm ein Fremder und versteckt ihn in einer Villa, wo Dorian Kleidung, Essen und sogar Schulunterricht erhält. Doch umsonst ist nichts im Leben. Als Gegenleistung soll er geheimnisvolle, versiegelte Werbegeschenke verteilen. Als Dorian eines der Geschenke für sich behält, gerät sein Leben in Gefahr." (Quelle: Klappentext Loewe)

Wem kannst du trauen?


Ohne lange  Vorrede ist man schon mitten im Geschehen: Der Protagonist Dorian lebt auf der Straße und schlägt sich mehr schlecht als recht durch. Als ihm ein Unbekannter aus einer scheinbar ausweglosen Situation rettet, scheint seine Welt wieder in Ordnung. Er kann mit anderen Jugendlichen in einer Villa leben, bekommt Unterricht und muss nur ab und zu kleine Dienste übernehmen.

Den Anfang fand ich sehr gut, denn es wird gleich spannend und der erste Mord passiert. Oder auch nicht - denn daran erinnern kann sich der Protagonist nicht.
Dorian fand ich zwar schon sympathisch, aber teilweise auch etwas naiv. Er hinterfragt meiner Meinung nach zu wenig und scheint auch sehr gutgläubig zu sein. In seinem Alter hätte ich mir etwas mehr Differenziertheit gewünscht. Allerdings macht aber gerade sein Verhalten die Geschichte so interessant.

Ich kann leider nicht mehr auf den Inhalt eingehen, ohne zu viel vorwegzunehmen. Aber so viel sei gesagt: Das Szenario, dass Ursula Poznanski hier kreiert, ist teilweise schon erschreckend real. Und das hat es auch schon sehr spannend gemacht, weil ich mich immer gefragt habe, wie lange es noch dauern könnte, bis es auch bei uns ganz normal wird, die in dem Buch beschriebene Technologie zu nutzen.

Am Ende kommt es dann zu einem richtigen Showdown, der mich aber nur teilweise überzeugt hat. Es haben sehr viele Zufälle mit hineingespielt und auch wenn die Auflösung schlüssig ist, war es doch an einigen Stellen etwas übertrieben bzw. habe ich mich gefragt, wie das erst am Ende auffallen konnte.

Sehr gut gefallen hat mir wieder der Schreibstil. An die Zielgruppe angepasst, locker, flüssig zu lesen - und die Autorin kommt mit wenig Kraftausdrücken zurecht, was absolut positiv ist, denn ich finde, in Jugendbüchern werden sie oft zu inflationär benutzt.

Insgesamt wurde ich gut unterhalten und auch wenn ich an einigen Stellen mit den Augen gerollt habe, denke ich, dass das Buch bei Jugendlichen sehr gut ankommt. Von mir gibt es 4 Sterne.

Eure

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