Mittwoch, 10. April 2019

Horrorkreuzfahrt in "Tag Vier" von Sarah Lotz

Dieses Buch wollte ich unbedingt lesen, denn zum einen brauche ich für meine ABC-Challenge in diesem Jahr ein Buch, bei dem sich der Protagonist auf einer Yacht, einem Boot oder einem Kreuzfahrtschiff befindet, zum anderen finde ich diese Art von Urlaub einfach faszinierend - schade, dass es so umweltfeindlich ist...  "Tag Vier" von Sarah Lotz wurde außerdem von Stephen King als "Erstklassige Unterhaltung" empfohlen - und das ist schon ein Wort.

Erschienen ist der Thriller bereits im April 2016 im Goldmann Verlag. Es ist als Paperback und ebook erhältlich.



Worum geht's?


"Am vierten Tag einer Kreuzfahrt durch den Golf von Mexiko hält das betagte Schiff „Beautiful Dreamer” plötzlich und unerwartet an. Die Maschinen lassen sich nicht wieder starten, es gibt keinen Strom, keinen Funkempfang, und weder Passagiere noch Crew-Mitglieder können Rettung anfordern. Als die Situation sich verschlimmert und das Essen sich dem Ende neigt, beginnt die Besatzung unruhig zu werden. Und dann wird noch die Leiche einer jungen Frau in ihrer Kabine entdeckt, Panik bricht aus. An Bord hält sich ein Mörder auf – aber das ist noch nicht alles: Merkwürdige Dinge geschehen, und bald wünschten alle, es wäre nur ein Mörder, der unter ihnen ist." (Klappentext Goldmann)

Verloren auf hoher See...


ACHTUNG! DIE REZI ENTHÄLT SPOILER!

Ich hatte hohe Erwartungen auf das Buch - diese wurden leider nicht erfüllt. Ich sage damit nicht, dass ich mich durch das Buch gequält habe. Das nicht. Ich habe es sogar relativ zügig gelesen. Aber eben vor allem aus dem Grund, weil ich gehofft habe, dass am Ende alles aufgeklärt wird, nicht weil mich die Story so gefesselt hat.

Eher im Gegenteil: Am Anfang ist es noch spannend, man lernt die verschiedenen Charaktere kennen, die sich auf dem Schiff befinden und im Verlauf das Buches noch eine Rolle spielen. Dann bleibt das Schiff auf einmal liegen und keiner hat irgendwelche Informationen. Das war auch noch ganz nett, wie auf einmal die ganze Infrastruktur des Kreuzers zusammenbricht und man total hilflos ist. Dann wird es allerdings etwas langweilig, denn es geht nicht wirklich voran. Das Schiff bewegt sich nicht, die Situation wird immer unangenehmer, aber es passiert eben nichts Neues.

Außerdem dachte ich, dass die Autorin die Figuren, die man etwas ausführlicher kennenlernt, im Laufe des Buches mehr zusammenführt. Das ist leider nicht bzw. erst sehr am Ende der Fall. Dadurch hatte ich aber teilweise das Gefühl, mehr als ein Buch gleichzeitig zu lesen.

Was anfangs nur angedeutet wird ist das Mystische, dass sich wohl auf dem Schiff befindet. Ich habe ehrlich gesagt gehofft, es nimmt nur eine untergeordnete Rolle ein. Dem war leider nicht so. Es tauchen Geister auf, die aber nichts tun, das Medium an Bord arbeitet auf einmal nicht mehr mit Tricks, sondern macht genaue Aussagen, die sie nicht wissen kann und es scheint eine Leiche umzugehen. Soweit konnte ich mich ja noch einigermaßen damit abfinden, weil ich eben dachte, es wird am Ende eine Erklärung kommen. Diese gab es aber nicht. Im Gegenteil. Es wurde noch abgefahrener, in meinen Augen unglaubwürdiger und verworren, sodass ich mich damit gar nicht anfreunden konnte.

Leider ist das Buch mit "Thriller" unterschrieben - deswegen habe ich auch genau das erwartet und nicht so viel Fantasy bzw. Übersinnliches. Mir hat wirklich die Logik und die Erklärungen gefehlt und würde mir wünschen, dass das Buch nicht diesem Genre zugeordnet wird. Da kann man nur enttäuscht werden.

Insgesamt war es einfach nicht mein Ding. Deswegen gibt es auch nur 2 Sterne!

Eure

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