Donnerstag, 20. Februar 2020

Verlorenes Gedächtnis in " Vergiss nie - Ich weiß, wer du wirklich bist" von J. S. Monroe

Manchmal sieht man ein Cover, das jetzt nicht unbedingt so heraussticht. So ging es mir, als ich "Vergiss nie - Ich weiß, wer du wirklich bist" von J. S. Monroe. Als ich dann aber den Klappentext gelesen hatte, wurde ich richtig neugierig, denn Gedächtnisverlust ist immer ein spannendes Thema.

Der Gedanke, sich nicht mehr daran erinnern zu können, wer man ist und was man alles erlebt hat, ist wirklich erschreckend. Auch wenn einem niemand mehr bekannt vor kommt - das kann ich mir gar nicht vorstellen. Aber darüber lesen - das mache ich natürlich gerne :)

Erschienen ist das Buch bereits im November 2019 bei Blanvalet. Es ist als Taschenbuch und ebook erhältlich.



Worum geht's?


"Eine junge Frau steigt in einem kleinen englischen Dorf aus dem Zug. Ihre Tasche wurde gestohlen und mit ihr ihre Identität. Sie kann sich an nichts mehr erinnern. Noch nicht einmal an ihren Namen. Nur eines weiß sie noch: wo sie wohnt. Jetzt steht sie vor Tonys und Lauras Tür. Sie behauptet, dort zu leben. Die beiden behaupten, sie noch nie zuvor gesehen zu haben. Einer von ihnen lügt – und die Wahrheit ist so schockierend, dass sie das Leben der drei für immer zerstören könnte …" (Klappentext Blanvalet)

Wer bist du?


Ohne lange Vorrede geht es auch schon los: Man begleitet eine junge Frau zu ihrem vermeintlichen Zuhause, denn erinnern kann sie sich an gar nichts. Das war irgendwie erschreckend, aber hat beim Lesen Spaß gemacht. Man konnte gut mitfiebern und hat immer gehofft, dass mal der ein oder andere Gedankenblitz zurückkehrt.

Leider hat sich dann für mich die Handlung ganz schön gezogen. Gefühlt hat sich viel wiederholt, dann gibt es verschiedene Spekulationen, wer die junge Frau sein könnte. Hier teilt sich dann die Handlung, aber findet irgendwie nicht mehr richtig zusammen. Eine Theorie jagt die nächste - aber eben ganz lange, ohne das wirklich etwas passiert.

Darüber hinaus hat mich etwas gestört, dass einige Personen nicht gerade rational handeln. Wenn man bis zum Ende liest, dann erklärt sich das schon mehr, aber während des Lesens habe ich dann doch öfter die Stirn gerunzelt.

Geschrieben ist das Buch in der Ich-Form der jungen Frau, die ihr Gedächtnis verloren hat. Allerdings bekommt man nicht nur ihre Perspektive präsentiert, sondern blickt auch das ein oder andere Mal durch die Augen anderer Personen. Diese sind aber in der Er-Form geschrieben, sodass man es leicht auseinander halten kann. Der Aufbau an sich hat mir gut gefallen und mich etwas mit dem Inhalt versöhnt.

Und letztendlich hat mich das Buch dann doch noch begeistern können. Denn der Schluss ist absolut nicht zu erwarten und hat mich dann nicht mehr losgelassen. Hier habe ich den Thriller dann auch nicht mehr aus der Hand gelegt. Kleine Kritik: Ich fand es auch etwas unrealistisch, kann aber damit leben, weil es eben so gut und unerwartbar war.

Insgesamt bin ich ein bisschen hin- und hergerissen: Der Plot und die Idee fand ich gut, die Umsetzung gerade im Bereich der Handlung so la la, aber das Ende war super. Deswegen gibt es von mir 3 Sterne.

Eure


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