Dienstag, 13. November 2018

Muttermord in "Echo Killer" von Christi Daugherty

Ich hatte es ja schon angekündigt: Meine Herbstferien wollte ich mir mit dem "Echo Killer" von Christi Daugherty versüßen - und das habe ich dann auch getan. Gerade zur Herbstzeit passen Thriller ja perfekt - was gibt es Schöneres, als ein bisschen Gänsehaut, wenn man gemütlich mit einer Tasse Tee auf dem Sofa liegt?

Erschienen ist das Buch Ende Oktober bei rororo. Es ist als Taschenbuch und ebook erhältlich.

An dieser Stelle vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!
(Die Bereitstellung eines Leseexemplars hat meine Meinung hinsichtlich des Inhalts des Buches nicht beeinflusst.)





Worum geht's?


Der Mörder ihrer Mutter wurde nie gefasst. Jetzt scheint er erneut zu töten.
Eine Frau Mitte dreißig, nackt und erstochen auf dem Küchenboden – aufgefunden von ihrer 12-jährigen Tochter. Als Polizeireporterin Harper McClain den Tatort sieht, hat sie nur einen Gedanken: Das grausame Szenario ist identisch mit einem anderen Mord. Dem an ihrer Mutter. Seit fünfzehn Jahren quält sie der Gedanke, dass der Killer noch immer auf freiem Fuß ist. Nun scheint er wieder zugeschlagen haben. Es gibt keine Fingerabdrücke, keine DNA, keine Spuren. Harper ist entschlossen, die Wahrheit endlich ans Licht zu bringen. Doch die hat ihren Preis. (Klappentext)


Es wiederholt sich...


Dass eine Polizeireporterin im Mittelpunkt eines Thrillers steht ist zwar nichts Neues, aber doch eine schöne Abwechslung zum klassischen Ermittler der Polizei. Harper McClain hat nämlich eine ganz andere Sichtweise auf den Fall, über den sie eigentlich nur berichten soll.

Gut gefallen hat mir, dass man sofort in die Arbeit einer Polizeireporterin hineingeworfen wird: Den Polizeifunk abhören, zum Geschehen rasen, versuchen ein aussagekräftiges Foto zu schießen und natürlich mit der Polizei zu sprechen, um die Story als erster veröffentlichen zu können.

Nach der "Einleitung" geht es dann aber sehr schnell zum eigentlichen Inhalt des Thrillers: Wie der Klappentext bereits verrät - was ich ehrlich gesagt etwas schade finde - ähnelt der Mord sehr dem an ihrer Mutter. Deswegen lässt sie auch nicht locker, als der Fall eigentlich schon zu alt für Seite 1 ihrer Zeitung ist, sondern ermittelt auf eigene Faust weiter.

Dabei kann sie nicht wirklich auf die Unterstützung der Polizei hoffen, denn die sind eher von der Einmischung genervt. Hier wird von der Autorin schon etwas eine Grenze zwischen den "bösen Polizisten" und der "Heldin" Harper McCain gezogen. Das hat mich etwas gestört. Natürlich wäre es sonst nicht so spannend, aber sie übertritt dennoch häufig ihre Kompetenzen. Dass sie dafür aber auch zur Verantwortung gezogen wird, mag der ein oder andere Leser als unfair empfinden - ich dagegen fand es sehr gut, weil es das Buch realistischer gemacht hat.

Wie Harper auch tappt man lange im Dunkeln, wer denn hinter diesem und natürlich dem Jahre zurückliegenden Mord an ihrer Mutter stecken könnte. Daran, dass es ein und derselbe Täter war, hat man keinerlei Zweifel, denn Harper ist hier eine sehr überzeugende Protagonistin. Was sie allerdings am Ende durch ihren Mut und ihren Durchhaltewillen aufdeckt, ist wirklich sehr überraschend. Eine tolle Wendung, bei der mir der Mund offen stand.

Insgesamt hat mir der Thriller sehr gut gefallen, auch wenn es Kleinigkeiten gab, die mich etwas gestört haben. Von mir gibt es deswegen 4 Sterne!

Eure

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