Dienstag, 18. April 2017

Nachtfalter-Horror in "Was du nicht siehst" von Leonie Haubrich

Endlich ist er da, der Neue von Heike Fröhling, die ihre Thriller unter dem Pseudonym Leonie Haubrich veröffentlicht. Vielleicht erinnert ihr euch: "Je schwärzer die Nacht" haben wir ja nicht nur gelesen und rezensiert, sondern durften auch ein kleines Gewinnspiel mit der Autorin veranstalten. Und weil mich das Buch so überzeugt hatte, habe ich natürlich laut "JA!!!" geschrien, als mich Heike gefragt hat, ob ich "Was du nicht siehst" vorablesen möchte. An dieser Stelle nochmal danke für das Buch und die schöne Widmung.

"Was du nicht siehst" ist gerade erst erschienen. Als Taschenbuch bekommt ihr es überall, wo es Bücher gibt. Das ebook gibt es bei amazon, momentan für nur 0,99 Euro.

Alle Infos zur Heike Fröhling aka Leonie Haubrich findet ihr auf ihrer Homepage. Übrigens: Die Autorin hat natürlich auch eine Facebook-Seite! Schaut doch mal vorbei und lasst ein Like da :)


Worum geht's?


"Was ist Realität? Was Fantasie? Was Wahrheit? Was Täuschung? Nach seiner Haftentlassung zieht Hans Petersen in Liz’ Nachbarschaft. Die Kinder- und Jugendpsychologin will sich von der Panik in der Siedlung nicht anstecken lassen. Hat nicht jeder eine zweite Chance verdient? Doch dann geschieht ein Mord. Petersen taucht nachts in Liz’ Garten auf, Dinge verschwinden aus ihrem Haus. Der Hund, den sie hütet, ist plötzlich weg. Und warum tauchen überall Nachtfalter auf?" (Quelle: Heike Fröhling)

Täusch dich nicht...


Das Buch beginnt mit einem Prolog, in der man die Protagonistin als Kind kennenlernt. Sie hat panische Angst vor Nachtfaltern und kann dann auch nicht schlafen - ihren Vater interessiert das allerdings nicht. Schon hier wird deutlich, dass Liz irgendwie eine nicht so schöne Kindheit hatte bzw. das Verhältnis zu ihren Eltern nicht gerade liebevoll ist.

Dass man Liz dann als erfolgreiche und engagierte Kinder- und Jugendpsychologin kennenlernt, passt gar nicht zum ersten Eindruck, zieht den Leser aber auf jeden Fall auf ihre Seite. Alles scheint jetzt in Ordnung zu sein und sie scheint ihr Leben mehr als im Griff zu haben. Dass das nicht stimmt, wird dem Leser aber schnell klar. Hier hat die Autorin einen sehr genialen Aufbau gewählt: Die Kapitel sind mit "X Tage vor der Verhaftung" oder "Auf der Dienststelle" gekennzeichnet und man wechselt immer wieder die Zeit. Das ist super spannend, denn wir wissen dann, dass sie verhaftet wurde, aber nicht wirklich, was ihre Beweggründe waren, mit einer Vase auf ihren Nachbarn einzuschlagen.

Überhaupt tappt man als Leser lange im Dunkeln, was denn jetzt eigentlich Sache ist: Wer verstellt Gegenstände in ihrem Haus? War sie es selber? Ist der Hund wirklich nur weggelaufen? Auch als Leser kann man schlecht einordnen, was sie sich einbildet und was nicht. Natürlich rätselt man aber die ganze Zeit mit. Was oder wer steckt dahinter? So viel sei verraten: Das Ende ist total überraschend. Ich wäre nie darauf gekommen, finde es aber sehr schlüssig. Ich hasse es immer, wenn ich das Ende kenne und im Nachhinein die Vorzeichen nicht erkannt habe :D

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Da das Buch auch nicht sooo dick ist, nehmt ihr euch am besten Zeit und lest es in einem Rutsch durch. So habe ich es zumindest gemacht :)

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Zu ein paar Kleinigkeiten hätte ich gern noch mehr Infos gehabt (Was ist denn jetzt mit den verschwundenen Mädchen?), aber ich wurde sehr gut unterhalten. Von mir gibt es deswegen 4 Sterne!

Eure

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