Donnerstag, 1. Juni 2017

Tränen vorprogrammiert bei "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag

Manchmal braucht man einfach ein Buch, bei dem man von Beginn an weiß, dass man weinen wird.  Mit "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag habe ich genau so ein Buch gefunden.



Darum geht es:

Tessa hat immer gewartet - auf den perfekten Moment, den perfekten Jungen, den perfekten Kuss. Weil sie dachte, dass sie noch Zeit hat. Doch dann erfährt das 17-jährige Mädchen, dass es bald sterben muss. Tessa ist fassungslos, wütend, verzweifelt - bis sie Oskar trifft. Einen Jungen, der hinter ihre Fassade zu blicken vermag, der keine Angst vor ihrem Geheimnis hat, der ihr immer zur Seite steht. Er überrascht sie mit einem großartigen Plan. Und schafft es so, Tessa einen perfekten Sommer zu schenken. Einen Sommer, in dem Zeit keine Rolle spielt und Gefühle alles sind...

So hat es mir gefallen:

Mit Tessa liefert uns Anne Freytag einen Charakter, mit dem ich mich sehr gut identifizieren konnte. Tessa ist das brave Mädchen. Gute Noten, gutes Benehmen, diese Dinge zeichnen Tessa aus. Sie geht kein Wagnis ein. Doch dann wird ihr unvermeidlich klar gemacht, dass sie bald sterben wird. Auch Oskar war meiner Meinung nach ein sehr dankbarer Charakter.

Die beiden starten einen gemeinsamen Roadtrip, der mir unheimlich viel Freude beschert hat. Dieser Roadtrip sprüht vor Energie und Freude und das obwohl hinter jede Ecke der Tod lauern könnte. Einige Plätze will ich mir gerne mal ansehen.

Mit ihrer Wortwahl und ihrem Schreibstil schafft es Anne Freytag nicht nur ein lebensbejahendes Buch zu schreiben, sondern vollführt eine Gradwanderung wie man sie beispielsweise aus "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" kennt. Die Gedanken und Gefühle können dabei durchaus denen einer Siebzehnjährigen entsprechen.

Inhaltlich gibt es gerade am Anfang einige Stellen, die ich nicht so passend und durchdacht fande. Außerdem habe ich einige Zeit gebraucht, um in den Lesefluss zu kommen.

Fazit:

Ein Buch, das einen daran erinnert, dass man manchmal auch einfach leben sollte. Ich vergebe 4 von 5 Punkten.

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