Montag, 24. April 2017

Schlimme Vergangenheit in "Der gläserne Himmel" von Petra Hammesfahr

Vor einiger Zeit habe ich von Petra Hammesfahr "Fremdes Leben" gelesen und war so begeistert, dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Was liegt da also näher, als das nächste der Autorin auszuprobieren? Meine Wahl fiel auf "Der gläserne Himmel" - allein der Titel hat mich neugierig gemacht.

Das Taschenbuch ist im Januar im Diana Verlag erschienen. Ihr bekommt es 9,99 Euro und natürlich auch als ebook.


Worum geht's?


"Christian ist Mitte dreißig und Lehrer, als er in das Dorf zurückkehrt, in dem er als Kind eine unbeschwerte Zeit verbrachte. Hier begegnet er Sina. Gebannt von ihrer Anziehungskraft macht er ihr bald einen Heiratsantrag. Doch wer ist diese rätselhafte junge Frau, die oft nicht sie selbst zu sein scheint? Und was bedeuten die Träume, in denen Sina blutüberströmt in einem Graben liegt? Christian stellt Nachforschungen an und erkennt, dass in diesem idyllischen Ort vor vielen Jahren ein schreckliches Verbrechen geschah ..." (Quelle: Diana)


Die Dorfprinzessin macht die Regeln...


Zugegeben: Ich bin mit sehr hohen Erwartungen an das Buch herangegangen - und das war vielleicht der Fehler. Denn richtig packen konnte es mich nicht.

Erzählt wird das Buch aus der Sicht von Christian, dem Protagonisten. Die Perspektive ist ganz ist ganz interessant, man erfährt viele seiner Gedankengänge und seiner Träume - und das macht das Buch auch aus. Denn Action an sich gibt es so gut wie keine. Er erzählt und erzählt und erzählt... und das wird an der ein oder anderen Stelle ziemlich langatmig. Da hätte ruhig noch etwas mehr passieren dürfen. Außerdem erkennt man als Leser manchmal nur schwer, was jetzt einer seiner Träume und was Realität ist. Man muss sich da wirklich ein bisschen hineinfuchsen.

Das Setting hat mir sehr gut gefallen: Ein kleines Dorf, in dem jeder jeden kennt und ungeschriebene Gesetze gelten. Dazu zählt auch, dass Sina, die Dorfprinzessin, diese Gesetze macht. Es dauert eine ganze Weile, bis man erfährt, was an ihr so besonders ist und wie es dazu kam. Die Auflösung war zwar spannend, aber auch ein bisschen unbefriedigend. Und eigentlich ahnt man auch schon, dass es mit dem im Klappentext angekündigten Verbrechen zu tun hat.  Wie es dann aber verpackt ist, darauf wäre ich nicht unbedingt gekommen.

Das Buch enthält auch einen Hauch von Mystik, den die Autorin nicht aufklärt. Leider - denn überzeugt haben mich die Theorien nicht.

Der Schreibstil war sehr angenehm, wie gesagt sehr erzählend und eher langsam als rasant. Ungewöhnlich war, dass das Buch gar nich in Kapitel eingeteilt ist, sondern nur in Teile. Das verführt natürlich zum Weiterlesen.

Insgesamt war das Buch ganz nett, aber auch nicht mehr. Deswegen gibt es von mir nur 3 Sterne!

Eure

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