Donnerstag, 12. Januar 2017

"Die Insel der besonderen Kinder" von Ransom Riggs

Das Buch geistert seit mehreren Jahren immer mal wieder relativ weit oben auf meiner Wunschliste umher. Der letzte Anstoß mir das Buch endlich zu zulegen kam mit den News, dass Tim Burton es verfilmt. Ich wusste, bevor ich den Film sehe, werde ich das Buch lesen müssen. Letztendlich hab ich es dann zu Weihnachten von meinem Liebsten bekommen und innerhalb weniger Tage ausgelesen.



Darum geht es:

Manche Großeltern lesen ihren Kindern Märchen vor. Was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind...Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real - und sie sind ihm gefolgt...

So hat es mir gefallen:

Die schlechte Nachricht gleich vor weg: Es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich wirklich in der Geschichte drin war. Der Autor holt meiner Meinung nach sehr weit aus und beginnt zunächst erstmal in Jacobs Kindertagen und den Geschichten, die ihm sein Großvater erzählt. Langsam arbeitet er sich über die Jugend Jacobs weiter, damit man ihn besser kennenlernt. Nachdem Tod des Großvaters vergehen gefühlt nochmal mindestens 50 Seiten bis Jacob endlich auf einer Spur ist, die ihn zu den besonderen Kindern führt. Obwohl es bis zu diesem Punkt nicht durchgängig langweilig und langatmig war, war es eben auch nicht besonders spannend. Abwechslungsreich waren dafür die Bilder der besonderen Kinder zwischendrin. Die Idee der Bilder zieht sich durch das ganze Buch. Ich als kleiner Angsthase konnte sie mir aber nur tagsüber ansehen :)

Zugegeben: Dies hört sich bisher nach einem nicht so tollen Buch an, aber ich muss euch sagen, der Rest hat es defintiv rausgehauen. Als Jacob langsam auf die Spur der Insel und der Kinder kommt, nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Ich habe dem Augenblick entgegen gefiebert, in dem beide Parteien endlich auf einander treffen. Auch interessierte mich brennend,was an Abe und Jacob so besonder ist. Denn bisher traten sie ja als normale Menschen auf. Ich wurde nicht enttäuscht ;)

Mir gefällt der Schreibstil des Autors der locker ist und somit selbst die weniger spannenden Abschnitte lesenswert macht. Die Idee der Geschichte finde ich ebenfalls sehr ansprechend. Besonders gut hat mir als Geschichtsliebhaber die Einbettung in die Historie gefallen. Geschickt gemacht. Das muss man sagen.

Fazit:

Die zweite Hälfte des Buches und vor allem das Ende haben nochmal alles gegeben, so dass ich dem Buch letztendlich 4 von 5 Punkten gebe. Der Nachfolgeband "Die Stadt der besonderen Kinder" steht schon auf meiner Wunschliste. Hoffen wir es dauert diesmal nicht wieder ewig, bis ich es mir zulege.

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