Montag, 25. Juli 2016

Liebeschaos in "Eine Braut zu viel" von Sarah Harvey

Ich habe schon viele, viele, viele Bücher von Sarah Harvey gelesen. "Kann ich den umtauschen?" war damals mein erstes Buch von ihr und hat mich an das ChickLit-Genre herangeführt.
Deswegen habe ich mich super gefreut, dass Anfang Juli ein neues Buch bei Piper von ihr erschien: "Eine Braut zu viel". Ihr bekommt es als ebook für 4,99 € direkt beim Verlag oder bei einem ebook-Händler eures Vertrauens.

Worum geht's?



"Richard ist ein kleingeistiger Idiot. Fast zwei Jahre hat Felicity gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Das allein wäre noch keine Katastrophe, müsste sie diesen Mann nicht bald heiraten. Kaum hat sie die Verlobung gelöst, geht das Chaos allerdings erst richtig los: Richard krallt sich Felicitys Schwester, während seine Ex Kat versucht ihn wiederzuerobern. Und Felicity bemerkt, dass Kats Ehemann Alex nicht nur einen athletischen Körper, sondern auch ein verdammt nettes Lächeln hat ..." (Quelle: Piper)

Liebeschaos pur...


Natürlich ging ich mit hohen Erwartungen an das Buch heran, weil ich die bisher gelesenen Bücher der Autorin super fand.
Um so mehr war ich überrascht, dass mir der Einstieg in das Buch etwas schwer fiel. Mit der Protagonistin Felicity kam ich am Anfang gar nicht klar. Ich meine: Wer bleibt schon mit einem Typen so lange zusammen und plant sogar eine Heirat, wenn man ihn eigentlich abstoßend findet und gar nicht mehr verliebt ist? Das hat für mich am Anfang wirklich keinen Sinn gemacht und so kamen auch keine großen Sympathien für die Hauptperson auf. 

Mit der Zeit änderte sich das zum Glück. Denn nach und nach werden dem Leser die Hintergründe dargelegt, warum alles so ist, wie es ist. Und so versteht man Felicity und ihr Handeln nach und nach immer besser. Man fängt an sie zu mögen, bis man sie dann doch lieb gewinnt.

Auch mit der Sprache kam ich anfangs nicht so gut klar. Sie war ziemlich derb - und meiner Meinung nach nicht gerade passend. Aber auch davon war nach den ersten 50 Seiten nichts mehr übrig, es fühlte sich fast so an, als wäre der Beginn des Buches von einer anderen Person geschrieben worden.
Dann aber liest sich das Buch angenehm flüssig, auch wenn die einzelnen Kapitel ziemlich lang sind. Und zum Glück ist es dann auch nicht mehr so vulgär.

Die groben Züge der Geschichte sind natürlich sehr vorhersehbar. Das ist aber wahrscheinlich auch Absicht. Der Weg zum Happy End jedoch war dann spannend - denn es liegen einige Steine in Felicitys Weg. Wie sie aber damit umgeht, macht sie menschlich. Und nicht nur das: Sie zeigt eine Seite an sich, die man am Anfang nicht erwartet hatte: Die Protagonisten stellt ihr eigenes Glück hinten an. Eine sehr schöne Entwicklung!

Die Figuren des Buches und die Konstellationen, die sich während der Geschichte ergeben, sind sehr skurril. Allen voran Felicitys Mutter, der man wirklich kaum eine positive Seite abgewinnen kann. Und auch die Geschehnisse sind schon sehr abstrakt, denn wenn die eigene Schwester als Braut einspringt, dann ist es wahrlich nicht das, was man erwartet. Ich hoffe, das passiert nie in der Realität. Beim Lesen hat es aber für lustige und unterhaltsame Momente gesorgt.

Insgesamt hat mir das Buch nach den genannten Anfangsschwierigkeiten doch sehr gut gefallen. Wer auf witzige Liebesgeschichten mit ganz vielen Hindernissen und unüblichen Geschehnissen steht, der ist mit diesem Buch gut bedient. Von mir gibt es 4 Sterne!

Welche Liebesgeschichte hat euch zuletzt überzeugt? Oder bei welchem Buch seid ihr das letzte Mal ins Schmunzeln gekommen? Ich freue mich auf eure Kommentare!
Eure






Danke an Piper für das Leseexemplar!

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