Freitag, 3. Juni 2016

"Die Auslese - Nichts vergessen und nie vergeben" von Joelle Charbonneau

Ich bin ein Fan von Dystopien. Ich mag dieses Ganze "wir gegen das System". Folglich stand es für mich vollkommen außer Frage, dass ich die Auslese-Reihe lesen muss. Nachdem mir der erste Band sehr gut gefallen hat, musste ich gleich zum zweiten Teil greifen.

Worum geht es? Der Klappentext:
Cia Vale ist gemeinsam mit ihrem Freund Tomas an der Akademie von Tosu City aufgenimmen worden. Und obwohl die Regierung ihnen ein Medikament verabreicht hat, das alle Erinnerungen an das britle Auswahlverfahren der "Auslese" löschen soll, hat Cia nicht vergessen - weder die schrecklichen Todesfälle noch ihre Liebe zu Tomas.
Ab sofort kennt sie nur noch ein Ziel: die "Auslese" zu beenden, indem sie dafür sorgt, dass die ganze Welt die grausame Wahrheit erfährt. Doch damit bringt Cia nicht nur sich selbst, sondern auch alle, die sie liebt, in größte Gefahr...



Wie hat es mir gefallen?
Cia hat zwar die Auslese überstanden, aber all ihre Erinnerungen wurden gelöscht. Der Einstieg in den zweiten Band verläuft daher sehr ruhig. Erst durch einige Umwege wird Cia mit dem konfrontiert, was während der Auslese passiert ist. Die eigentliche Geschichte nimmt daher erst sehr langsam an Fahrt auf. Dennoch ist sie wieder actiongeladen und spannend. Zunächst muss sich Cia an der Akademie beweisen. Hier wird wieder ihre Klugheit gezeigt, aber auch ihre besonnene und ethisch korrekte Art. Dies fand ich an manchen Stellen ein wenig störend. Cia war mir da einfach zu perfekt (obwohl sie natürlich auch mal kleinere Fehler macht). Außerdem erinnerte mich dieser Teil des Buches ein wenig an Band 1, dennoch war er auf seine Art und Weise äußerst spannend.

Für mich war vor allem interessant, wenn Cia am Ende trauen kann. Wer weiß wie oft, habe ich einen Herzkasper bekommen und habe gedacht: Nein, vertrau dem nicht! Dieses ungute Gefühl beschlich mich auch bei Tomas. Ich bin dennoch froh, dass er die Auslese überlebt hat und somit die Liebesgeschichte zwischen den beiden weitergehen kann. Diese tritt allerdings in den Hintergrund, was mir persönlich sehr entgegen kam.

Die Schrecken des ganzen Auslesesystems werden für den Leser noch einmal wiederholt, was sie nicht weniger grausam erscheinen lässt. Gepaart mit dein neuen Erkenntnissen, die man während des Lesens sammelt, entwickelte sich bei mir ein Hass gegen die Strippenzieher der Auslese.

Nicht nur Cia lernt in diesem Band zwischen Freund und Feind zu unterscheiden, auch als Leser erhält man neue Einblicke darin, wer auf welcher Seite steht bzw. stehen könnte. Dies steigert meiner Meinung nach noch einmal die Spannung. Das Ende wartet mit einem miesen Cliffhanger auf, so dass man gleich zu Band 3 greifen möchte, was ja seit letzten Dienstag auch möglich ist.

Fazit:
Band 2 steht dem ersten Teil in absolut nichts nach. Wir haben hier das seltene Glück eines gleichstarken Nachfolgers. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Sternen.


In Dystopien stoßen wir immer wieder auf extreme Ungerechtigkeiten. Was fandest du als Letztes so richtig ungerecht?

P.S. Heute ist eure vorletzte Chance, ein Los für unser Gewinnspiel zu ergattern: Jedes Kommentar ein Los :)

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